Das Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer ist ein bedeutender Ort der Industriekultur im Rheinland. Immer wieder wird es von Fotografinnen und Fotografen zum Thema genommen und abgelichtet. Sei es als „Lost Place“, „coole Fabriklocation“ oder industrielles Denkmal.
Doch oft bleiben die Aufnahmen aber an der Oberfläche, ohne die Besonderheiten des Ortes zu verstehen und in ihrer Tiefe sichtbar zu machen.
Die Fotografen der Gruppe Foto4, bestehend aus vier Mitgliedern des Fördervereins Freudenthaler Sensenhammer, verfolgt einen anderen Ansatz. Alle vier kennen die Fabrik aus nächster Nähe, haben vielfältige Einblicke in ihre Räume, Maschinen und Arbeitsweisen – und gestalten aus dieser Vertrautheit heraus Fotografien, die das Wesen des Sensenhammers sichtbar machen. Sie experimentieren mit Licht, Nebel und ungewöhnlichen Perspektiven und dabei entstehen Arbeiten, die den Freudenthaler Sensenhammer gekonnt interpretieren und künstlerisch verdichtet darstellen.
Im Zentrum steht die Schwarz-Weiß-Fotografie. Der bewusste Verzicht auf Farbe betont Strukturen, Formen und Atmosphären. Das passt zum industriellen Charakter des Sensenhammers, in dem Farbe historisch kaum eine Rolle spielte.
Besonders ist dabei auch die Präsentation, die als immersive Erfahrung konzipiert wird.
Mit der Ausstellung „Sensenhammer Black&White“ werden diese Fotografien erstmals in Leverkusen öffentlich gezeigt.
Foto4 sind Helmut Eisenbart, Frank Hallmann, Dirk Kaiser, Lars Rodefeld