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Der Museumsteich


Bis zum Frühjahr 1987 wurden in der Sensenfabrik H.P. Kuhlmann Söhne Sensen und Sicheln hergestellt. Der 1991 gegründete Förderverein Freudenthaler Sensenhammer e. V. betrieb in den folgenden Jahren die Umgestaltung der letzten rheinischen Sensenfabrik in ein „lebendiges“ Industriemuseum. Die Eröffnung des Museums erfolgte am 24. April 2005.

Die Wasserkraftanlage und das damit verbundene Wasserrecht war Eigentum des Fördervereins Freudenthaler Sensenhammer. Die Anlage war noch bis Ende 2009 in Betrieb, konnte jedoch schon in den 1990er Jahren nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden. Außerdem sollte gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie wie andere Nebenflüsse des Rheins auch die Dhünn von der Wuppermündung bis zur Dhünntalsperre für Fische auf- und absteigend durchgängig gemacht werden. Dem stand das Wehr der Freudenthaler Wasserkraftanlage entgegen.

Nach langjährigen Verhandlungen hat sich der Förderverein schließlich bereit erklärt, das Wasserrecht an die Bezirksregierung Köln zurückzugeben. Über die Rückgabe wurde am 27.11.2009 ein öffentlich rechtlicher Vertrag geschlossen und unterschrieben von:

- Peter Lindlar (Präsident der Bezirksregierung Köln)

- Gisela Schäperclaus und Jörg Heyn (Förderverein Freudenthaler Sensenhammer e. V.)

- Reinhard Buchhorn (Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen)

- Bernd Wille (Vorstand des Wupperverbandes)

Dem Vertrag beigefügt war ein "Letter of Intent" (LOI) vom 28.09.2009, worin sich die Unterzeichner verpflichteten, bei der Erhaltung bzw. Wiederherstellung des Stauteichs als "Wasserkulisse" mitzuwirken. Unterzeichner des LOI waren:

Förderverein Freudenthaler Sensenhammer e. V; Bezirksregierung Köln; Stadt Leverkusen/Oberbürgermeister; Landschaftsverband Rheinland (LVR); Energieversorgung Leverkusen (EVL); Regionale 2010; Nordrhein-Westfalen-Stiftung

Die vertragliche Umsetzung


Im Januar 2010 wurde durch den Wupperverband die Dhünn um das Wehr herum geleitet und somit der Wasserkraftanlage das Wasser aus der Dhünn entzogen. Der Obergraben und der ehemalige Stauteich fielen daraufhin trocken.

Die Wasserrechtliche Genehmigung zur Wiederherstellung des Teiches wurde am 24.11.2011 durch die Untere Wasserbehörde Leverkusen (UWB) erteilt. Träger der Maßnahme wurde der Förderverein. Die Maßnahme wurde ermöglicht durch Fördermittel der Bezirksregierung Köln und des Wupperverbandes.

Mit den Bauarbeiten zur Wiederherstellung des Teiches wurde am 30.01.2012 begonnen.

Arbeitsschritte:

- Entschlammung des Teiches
– Modellierung des Teichbodens zur Herstellung unterschiedlicher Wassertiefen
- Abdichtung mittels einer Lehmschicht
– Einbau eines Vlieses gegen Bisamratten
– Abdeckung mit einer Deckschicht aus Erdreich und in einigen Bereichen Uferbefestigung mit Wasserbausteinen
- Die Erstbefüllung erfolgte am 28.04.2012 durch die Feuerwehr Leverkusen bzw. die Freiwillige Feuerwehr Leverkusen-Schlebusch.

Der Förderverein wurde bei der Ausführung fachlich durch die Untere Wasserbehörde, den Wupperverband und den Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) unterstützt.


Technische Eckdaten des neuen Teiches

- Wasseroberfläche ca. 2.000 qm
- Wasservolumen ca. 1.200 cbm
- Zulauf aus Regenwasser von den Dächern des Bürohauses Freudenthal 64/64a und vom Parkplatz, insgesamt 1.260 qm. Hierzu wurde die Regenwasserleitung des Bürogebäudes weitgehend neu verlegt.
- Überlaufendes Wasser wird im ehemaligen Obergraben versickert.
- Seit dem Herbst 2013 unterstützt eine Grundwasser-Pumpe die Befüllung des Teiches. Die Volksbank Rhein-Wupper unterstützte die Maßnahme mit einem Baukostenzuschuss von 5.000,- €.

Wir danken allen Beteiligten für Ihre wertvolle Unterstützung bei der Umsetzung dieser Maßnahme. Im Besonderen gilt unser Dank der Bezirksregierung Köln, der Stadt Leverkusen, dem Wupperverband und - nicht zuletzt - der Freiwilligen Feuerwehr Leverkusen-Schlebusch für ihren tatkräftigen Einsatz am 28. April 2012.


 

Endlich ... "Wasser marsch!" am 28. April 2012



Eine besondere "Brandschutzübung" - die Freiwillige Feuerwehr Leverkusen-Schlebusch im Einsatz





Kilometerlange Schlauchleitung





Am "Mönch" vorbei in den Obergraben





Langsam aber stetig füllt er sich ...





Geschafft! - Der neue Museumsteich, fast noch schöner als der alte.